Yoga ohne Matte: Die beste Übung für Resilienz

Ich liebe es, meine Yogastunden um Themen herum zu bauen. Das sorgt für neue Blickwinkel auf bekannte Übungen. Diese Übung geht jederzeit, drinnen und draußen.

Neulich habe ich deshalb zum Thema „Resilienz“ recherchiert. Resilienz ist die Fähigkeit, Stress oder Krisen zu bewältigen, ohne langfristig Schaden zu nehmen. Dabei habe ich eine Übung entdeckt, die schnell zu meinem Liebling geworden ist. Denn erstens ist sie sehr wirksam, und zweitens brauchst sie keine Vorbereitung. Du brauchst dafür keine Matte, du musst dich nicht einmal umziehen. Denn Yoga findet ja nicht nur in Leggings auf rutschfester Unterlage statt. So geht’s:

Setze dich aufrecht hin. Aufrecht ist günstiger als auf dem Sofa zu liegen, weil du leichter atmen kannst. Falls du also zufällig jetzt auf dem Sofa sitzt, schiebe dir einige Kissen in den unteren Rücken, bis du dich stabil abgestützt fühlst. Schließe die Augen, wenn du dich dafür sicher genug fühlst. Atme bequem ein und aus.

Rufe dir dann Situationen ins Gedächtnis, in denen du in der Vergangenheit Resilienz gezeigt hast. Also Ereignisse, die du bewältigt hast. Das können nach außen sichtbare Meilensteine sein wie Prüfungen, aber auch ganz private Dinge wie kontroverse Gespräche mit Menschen, die dir nahe stehen.

Was zählt, ist, dass du den Blick auf das lenkst, was gut und wichtig ist und funktioniert hat. Weil die meisten von uns viel geübter darin sind, die Defizite und unbewältigten Aufgaben zu sehen als die Erfolge. Aber wir haben alle einiges erreicht im Leben. Warum nicht zur Abwechslung mal darauf schauen? Das gibt uns ein Sicherheitspolster in anstrengenden Zeiten. Das ist Resilienz.

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